Wewelsburg

Unweit von Paderborn befindet sich auf einem Bergsporn eine einzigartige Burg, bei der es sich nicht nur um irgendwelche Gemäuer handelt.
Die Wewelsburg ist die einzige vollständig erhaltene Dreiecksburg in Deutschland und liegt versteckt im Almetal in Büren bei Paderborn.

Auf den ersten Blick wirkt die Wewelsburg wie eine klassische mittelalterliche Ritterburg – dabei entstand das heutige Schloss erst zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Allerdings stand an dieser Stelle bereits im Mittelalter eine Burganlage, deren Spuren sich bis heute entdecken lassen.

Sie wurde von 1603 bis 1609 als Nebenresidenz der Paderborner Fürstbischöfe erbaut. Heute lockt sie Besucherinnen und Besucher vor allem mit ihrer einzigartigen Form, den drei markanten Türmen und zwei Museen.

In der Burg befinden sich zwei Museen, für deren Besuch allerdings keine Zeit blieb. Vielleicht mal zu einem anderen Zeitpunkt, zu empfehlen ist es allemal.
Das „Historische Museum“
Im Süd- und Ostflügel der Wewelsburg erwartet dich das Historische Museum mit einer umfangreichen Dauerausstellung zur Geschichte des Paderborner Landes – von den ersten Siedlungsspuren über Mittelalter und Frühe Neuzeit bis zum Ende des Hochstifts Paderborn 1802. Anhand zahlreicher Originalobjekte wie Möbel, Kleidung, Werkzeuge und archäologischer Funde wird Geschichte hier lebendig statt abstrakt.
„Gedenkstätte“
Das zweite Museum der Wewelsburg widmet sich einem ganz anderen, dunklen Kapitel. Ab 1933 ließ Heinrich Himmler die Burg zu einem zentralen Versammlungsort der SS ausbauen. Die Pläne wurden im Laufe der Zeit immer gigantischer – mit dem Nordturm als geplantem Mittelpunkt einer riesigen Gesamtanlage.
Für die Bauarbeiten mussten Häftlinge des eigens errichteten Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg Zwangsarbeit leisten. Mehr als 3.900 Menschen wurden deportiert, mindestens 1.229 starben. Die Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“ ordnet diese Geschichte heute in den größeren Kontext der SS-Verbrechen ein – auf 850 Quadratmetern, mit Originalobjekten wie Häftlingskleidung und Himmlers persönlichem Taschenkalender.