Ende einer Karriere

Hatte ich schon einmal erwähnt, dass mir eine wahrscheinliche Weltkarriere vermasselt wurde? Ist wirklich so. Hier die Geschichte:

Ich spielte in der E-Fußballjugend in meinem Geburtsort Bad Dürkheim. Dort fand ein Fußballspiel gegen ein Nachbardorf, dessen Namen ich gar nicht mehr weiß, statt.

Der Sportplatz war ein Ascheplatz, völlig normal damals. Es lief auch alles ganz normal, wie es halt in der Jugend so ist. Man rannte halt mehr oder weniger neben dem Gegner her.

Ich weiß nicht, ob es Absicht oder ein Unfall war, jedenfalls wurde ich mitten im Spiel auf einmal zu Fall gebracht. Auf dem Ascheplatz natürlich besonders schmerzhaft. Mein Oberschenkel war mit Schürfwunden übersät und ich begann sofort zu weinen.

Ein Betreuer der gegnerischen Mannschaft rief auf den Platz: „Hey, Rüdiger, nicht so doll“. Was mir aber gar nicht half. Mit tränennassem Gesicht ging ich zu meinem Trainer und sagte, dass ich nicht mehr spielen will. Naja, die Wunde wurde notdürftig gesäubert und es wurde dann Jod drauf gepinselt. Was freilich die Schmerzen und Tränen erstmal verstärkte.

Natürlich spielte ich nicht mehr und nach diesem Vorfall wollte ich auch nicht mehr zum Training oder gar zu einem Spiel gehen.Logischerweise wurde ich in der Folge dann auch nicht mehr nominiert und ich machte nie mehr ein Fußballspiel. 

So endete eine (wie ich glaube hoffnungsvolle) Weltkarriere und Rüdiger trägt die Schuld daran. Er hat sich bis heute nicht bei mir entschuldigt…..


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