
Auf jedem Kontinent, in jedem Land und jeder Stadt, selbst in den abgelegensten Gegenden, findet man Orte, in denen Kaffee getrunken wird. Ob es sich dabei um große Röstereien oder Kaffeehäuser, um den kleinen Bäcker an der Ecke oder schlicht zuhause spielt keine Rolle. Die einen wollen ihn ganz frisch gemahlen, andere in Kapseln oder Pads. Aber wer hat den Kaffee denn überhaupt erfunden? Wer kam irgendwann, irgendwo und irgendwie auf die Idee, die Bohnen zu rösten?
Tatsächlich gilt Kaffa (heutiges Äthiopien) als die Geburtsstätte. Dort wurde Kaffee zwar in Äthiopien entdeckt, zunächst aber wurden die Bohnen als eine Art Porridge zubereitet oder ganz einfach roh zerkaut, ähnlich den Indios im kolumbianischen Hochland, die Kokablättern kauen um sich wach zu halten.
Nach und nach setzte sich Kaffee als Getränk durch und zwar in Form dessen, was wir heute als Kaffee bezeichnen, nämlich geröstete, gemahlene und in Wasser gekochte Bohnen. So kamen Händler aus arabischen Ländern in Kontakt mit dem Kaffeegetränk. Immer mehr wurde nach Arabien exportiert, kultiviert und auch geröstet. Dies geschah aber erst ab dem 13. Jahrhundert.
Im 15. Jahrhundert wurde Kaffee und dessen Röstung und Zubereitung dann nach und nach in der gesamten arabischen Welt bekannt.
Bereits ein Jahrhundert später kannte man in Persien, Ägypten, Syrien und der Türkei das Getränk »Qahwa« (dt. etwa: Das das Schlafen verhindert). Im ottomanischen Reich soll das Fehlen von frischem Kaffee morgens ein gesetzlich verankerter Scheidungsgrund gewesen sein…

Über die Türkei kam Kaffee dann über das Mittelmeer nach Europa, wo während der industriellen Revolution das erste Patent auf eine Kaffeeröstmaschine (1881) angemeldet wurde.


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