Mit dem Rauchen aufzuhören ist kinderleicht.
Ich habe es schon über 100x geschafft.
(Mark Twain)
„Weil ich gern rauche!“ Diese Antwort bekommt man von vielen Rauchern, wenn man sie fragt warum sie überhaupt rauchen. Das war auch eine meiner Standardantworten, was will man auch sonst sagen? Logisch begründbare Antworten gibt es eben nicht. Aber natürlich hätte ich gerne schon früher aufgehört, aber letztendlich fehlte mir die Kraft den inneren Schweinehund zu besiegen. Und das trifft wohl auch auf viele andere EX-Raucher zu…

Viele Raucher gehen ja auf den Balkon oder ins Freie, wenn sie eine Zigarette rauchen. Klar, in der Wohnung bleibt der Mief überall hängen, zieht in Wände und Gardinen ein und riecht ganz einfach eklig.
Auch ich war draußen, rauchte eine und ging dann ins Zimmer zurück. Mein Sohn saß am Tisch und machte Hausaufgaben. Er fragte mich: „Kannst Du mir mal helfen?“ „Ja klar, was ist?“ antwortete ich und beugte mich über seine Schulter.
Mit angewidertem Gesicht drehte er sich weg und sagte:
„Boah, geh weg. Du stinkst.“
Und das war für mich im nachhinein gesehen der Auslöser für mich, mit dem Rauchen nun endgültig aufzuhören, quasi der berühmte Klick im Kopf. Wer lässt sich schon so von seinem Kind wegschicken?
Ich könnte nun großen Qualen und schmerzhaftem Entzug erzählen, aber die gab es ganz einfach nicht. Sicher gab es Momente, in denen es etwas holprig lief, der Körper wollte partout sein Nikotin. Das waren die kritischen Situationen, aber wer ernsthaft an seinem Entschluß festhält, kommt da drüber hinweg. Man entwickelt da eigene Strategien. Von mir war eine, dass ich wirklich jedem davon erzählt habe, dass ich mit dem Rauchen aufhöre. In aller Regel kam ein „JaJa…“

Um es kurz zu machen: Mit jedem Tag ohne Nikotin war ich stolzer auf mich und ich hätte mir selbst in den Arsch gebissen, wenn ich dem Drang zu rauchen nachgegeben hätte. Denn klar: Eine Zigarette und und ich war wieder drauf.
Es vergingen Tage, es vergingen Wochen und es wurde immer „leichter“. Nun kamen die Komplimente wegen des Durchhaltens, das spornte noch mehr an.
Am 2.12.2001 rauchte ich meine letzte Zigarette.
P.S.: Natürlich hatte ich kleine Hilfsmittel zur Unterstützung, Bonbons, Schokolade etc., was man auch recht schnell an den Hüften merkte. Braucht vielleicht auch nicht jeder. Was ich aber empfehlen kann (das soll keine Werbung sein) ist das Buch „Endlich Nichtraucher!“ von Allen Carr. Ich weiß, auch aus eigener Erfahrung, dass viel Ex-Raucher ihre Motivation aus diesem Buch gezogen haben.
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